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In die Wildnis: Allein nach Alaska von Jon Krakauer

Zoom Produkt-Bild: In die Wildnis: Allein nach Alaska
Broschiert von Piper
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 5,90

4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 349225067X, Erscheinungsdatum: Oktober 2007, Auflage: 9

Aus der Amazon.de-Redaktion


"Mein Gott, war er ein gescheiter Junge..." Also, warum hat Christopher McCandless eine rosige Zukunft -- College-Ausbildung, materiellen Komfort, außergewöhnliche Begabung und Charme -- gegen den Hungertod in einem ausrangierten Bus in den Wäldern von Alaska eingetauscht? Jon Krakauers Buch versucht, diese Frage zu klären, und obwohl es die Frage nicht mit Gewißheit beantwortet -- beantworten kann --, bringt In die Wildnis. Allein nach Alaska doch eine Menge Licht in die Sache. Nicht nur über McCandless' "Alaska-Odyssee", sondern auch über die Triebkräfte, die Menschen dazu bringen, aus der Gesellschaft "auszusteigen" und sich auf andere Weise auszuprobieren.
Krakauer zitiert Wallace Stegners Schriften über einen jungen Mann, der in den dreißiger Jahren auf ähnliche Weise in der Wüste von Utah verschwand. "Mit 18 sah er sich in einem Traum [...] durch die romantischen Einöden dieser Welt wandern. Kein Mann, in dem noch die Essenz der Jugend fließt, hat diese Träume jemals vergessen." In die Wildnis zeigt uns, daß McCandless zwar extrem, keineswegs aber einmalig war.
Der Autor macht den Eremit zu einem von uns -- etwas, das McCandless selbst nie schaffte. Am Ende des Buchs ist McCandless nicht mehr einfach ein Zeitungsausschnitt, sondern eine sympathische, seltsam anziehende Persönlichkeit. Ob er nun "ein mutiger Idealist oder ein leichtsinniger Idiot" war -- Sie werden Christopher McCandless nicht so schnell vergessen.
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5 Kundenrezensionen:

Toll
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich habe den Film noch nicht gesehen, möchte das nun aber bald nachholen. Krakauer muss sehr ordentlich recherchiert haben um hier das Portrait dieses jungen Mannes so fein zu zeichnen, der alleine in die Wildnis zog um in ihr umzukommen. Seine Vergleiche zu ähnlichen Fällen und sein verständnis des Charakters von "Alex Supertramp", welches aus seinem eigenen umtriebigen Charakter herrührt, macht dieses Buch zu etwas ganz Besonderem. Durchweg empfehlenswert.
Verdientes Denkmal für einen außergewöhnlichen Aussteiger
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Zu den bedeutendsten traditionellen Werten der amerikanischen Nationalidentität gehört die Freiheit - Freiheit in dem Sinne, dass man sein Leben ohne Einmischung höherer Instanzen gestalten kann, wie es einem gefällt. Das kann die Freiheit bedeuten, schnell reich zu werden. Oder aber auch sich die Freiheit zu nehmen, aus der Enge des Materialismus auszusteigen. Zu denen, die letzteres radikal vollzogen haben, gehört Chris McCandless. Gleich nach seinem Studium brach der junge und mit vielen Talenten gesegnete Bursche mit seinem gesellschaftlichen und familiären Umfeld und zog sich fortan ohne ein Wort des Abschieds in ein asketisches Leben in totaler Autonomie als "Alexander Supertramp" zurück. 1992 fand man seine Leiche in einem ausrangierten Bus in der Wildnis Alaskas, in der er an Hunger und Auszehrung verstarb.

Der Fall erregte in den USA einiges Aufsehen und motivierte den Journalisten Jon Krakauer zu einer Spurensuche durch McCandless` Leben. Sein Buch "In die Wildnis: Allein nach Alaska" zeichnet ein intimes Porträt dieses außergewöhnlichen jungen Menschen und nimmt den Leser mit auf dessen spannende Pilgerreise quer durch den nordamerikanischen Kontinent. Krakauer erhellt, worin McCandless spirituelle Suche bestand und reflektiert jene biographischen Wurzeln, in denen sein Wanderschicksal vorherbestimmt scheint. Das Charisma McCandless` gibt der Autor derart überzeugend wieder, dass sich der Leser auch im Nachhinein diesem nicht zu entziehen vermag und dadurch besser seine Wirkung auf jene Menschen versteht, die seinen Weg kreuzten. Krakauers kriminalistische Recherche deckt dabei die Tragik in McCandless' Tod auf, der auf einen Fehler zurückzuführen ist, dem auch einem erfahrenen Waldgänger hätte unterlaufen können. Damit wiederfährt ihm endlich Gerechtigkeit gegen die Vorverurteilungen als Geistesgestörter, Dilettant und Selbstmörder. Krakauer kommt zu dem Schluss, dass McCandless letztendlich an seinem enormen Selbstbewusstsein gescheitert ist, das in gefährlicher Überschätzung seiner tatsächlichen Möglichkeiten und Kräfte in Hybris umschlug.

Die Reaktionen auf McCandless Geschichte polarisieren zwischen Bewunderung und Ablehnung. Während die einen gedacht haben, bei dem sind ein paar Schrauben locker", weckt er bei anderen trotz des tödlichen Ausgang seines Weges Bewunderung für seinen Versuch, nur von dem zu leben, was die Natur hergibt: "Ich wette, von denen, die McCandless als unfähig verschreien, hat es kaum einer versucht ... die meisten Leute haben keine Ahnung, wie schwierig das in Wirklichkeit ist. Und McCandless hat es beinahe hingekriegt.", zitiert Krakauer einen Biologen aus Alaska.

Der Rezensent selbst bleibt ratlos und betroffen zurück und weiß nach der Lektüre nicht, was er von McCandless halten soll. Ist McCandless für die Verwirklichung seiner Träume zu weit gegangen? War er zu rücksichtslos gegen sich und andere, als dass er als Vorbild dienen könnte, wie wir unsere eigenen Träume verwirklichen sollen?

Wie auch immer, Krakauer hat Chris McCandless ein verdientes Denkmal gesetzt und ihn eingeordnet in die lange Tradition amerikanischer Aussteiger, seit die Frontiers auf der Flucht vor dem Vormarsch der amerikanischen Zivilisation Stück für Stück nach Westen zogen. Wer Sehnsucht auf einen Trip "In die Wildnis" hat, gewinnt mit Krakauers Buch einen anschaulichen und harten Einblick darüber, was von einem Menschen dafür abverlangt wird.
Berührend
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein wunderschönes, sehr gut recherchiertes Buch.
Man kann es jedem empfehlen, der sich manchmal auch danach sehnt das größte Abenteuer seines Lebens einzugehen. Ein Buch für Menschen mit Fernweh und Sehnsucht nach der Natur.
Das Buch hat mich sehr berührt.
Zu wenig Tiefgang
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Die Grundgeschichte des Buches hat mir sehr gut gefallen. Das was ,,Alex" sich in seinem Leben gewagt hat und die Tatsache, dass er sich getraut hat so zu leben, wie er es möchte, finde ich beeindruckend. Aus literarischer Sicht allerdings betrachtet bin ich der MEinung, dass das Buch viel zu wenig Tiefgang besitzt. Orte werden nicht präzise genug beschrieben, man kann sich in die Geschichte nur wenig hineinleben. Man hat keine richtigen ,,Bilder vor Augen". Daher nur 3 Sterne
langweilig geschrieben
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
leider muss ich mich bei dieser rezension auf einen stern beschränken.
es ist sicherlich eine bewegende und auch tragische geschichte, die aber meiner meinung nach herr krakauer nicht rüber bringen kann.er hat es nicht geschafft den nerv dieser geschichte zu treffen. es ist langweilig zu lesen, der schreibstill zu trocken.
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