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Produkt-Bild: Good Will Hunting

Good Will Hunting
mit Matt Damon, Robin Williams, Ben Affleck, Regie: Gus Van Sant

DVD von Universum
Preis bei Amazon: EUR 9,45, Angebote ab EUR 4,00

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Juni 2000
Zoom ± Produkt-Bild: Good Will Hunting
  • FSK 12

Produktbeschreibung


Universum Film Good Will Hunting, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 12.06.00

Aus der Amazon.de-Redaktion


Dieser Film, einer der besten der 90er Jahre, ist einer dieser ganz seltenen großen Kassenknüller, der jedes Lob und alle Preise, die er bekommen hat, auch verdient hat. Die jungen Stars Matt Damon und Ben Affleck verdienten den Oscar für ihr treffend und witzig geschriebenes Drehbuch.
Damon spielt einen Hausmeistergehilfen am MIT (Massachusetts Institute of Technology), der ein besonders talentierter Mathematiker ist. Die Professoren bringen diesen zornigen und gestörten jungen Mann zu einem Psychiater, gespielt von Robin Williams, in der Hoffnung, dass Damon wieder soweit geheilt wird, dass er seine Ausbildung vertiefen kann. (Williams bekam einen Oscar für seine tief empfundene Darstellung). Der Regisseur Gus van Sant verzichtet diesmal auf seine sonst eher manipulierenden Kameratricks und lässt die Geschichte sich selbst erzählen. Daran hat er gut getan, da sie bewegend und gut gespielt ist.
Verschiedene Handlungsstränge -- eingeschlossen ist eine kleine Romanze zwischen Damon und Minnie Driver -- sind sorgfältig in dieses vielschichtige Drama eingearbeitet. Freundschaft, gesellschaftliche Erwartungen und die Spätschäden einer verdorbenen Kindheit sind so feinfühlig dargestellt, dass die Geschichte niemals schwerfällig wirkt. Der Film ist so außerordentlich optimistisch, dass er den Zuschauer nicht nur mit gehobener Stimmung entlässt, sondern ihm auch Stoff zum Nachdenken mitgibt. --Rochelle O'Gorman
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Was wollen wir eigentlich?
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Will Hunting (Matt Damon) ist Putzmann am berühmten MIT in Boston. Er ist in Pflegefamilien aufgewachsen, misshandelt worden und ein Genie. Mühelos löst er schwierige mathematische Probleme, die selbst der Fields-Preisträger Lambeaus nicht knacken kann. (Aus angeblich persönlichen Gründen stiftete Nobel keinen Preis für Mathematik. Die Fields-Medaille soll ein Äquivalent dafür sein. Sie ist eher schwach dotiert und wurde wohl inzwischen vom Abel-Preis in Ansehen und Bedeutung überholt.)

Lambeaus holt Hunting aus dem Knast. Dafür muss das Genie allerdings zur psycholgischen Betreuung. Den Psychologen Sean Maguire spielt Robin Williams. Durch seine Erfahrungen mit anderen Menschen hat Will Hunting einen Schutzschild um sich aufgebaut, den niemand zu durchdringen vermag.

Der Film lässt uns den Versuch Maguires miterleben, es doch zu schaffen. Damon und besonders Williams spielen ihre Rollen mitreißend und machen diesen Film zu einem Erlebnis.

Fazit.
Auch wenn die Geschichte reichlich konstruiert daher kommt (niemand löst komplizierte mathematische Probleme nachdem er sich einige Lehrbücher zu Gemüte gezogen hat), so ist sie doch andererseits packend inszeniert. Sie bringt ein zentrales Problem unseres Lebens auf den Punkt, nämlich: Was wollen wir eigentlich?

Die DVD ist nicht besonders. Dazu haben andere bereits genug geschrieben. An der Qualität des Filmes ändert sie aber natürlich nichts.
Strahlendes Leinwandwerk
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein Film, der Oskars zu recht verdient hat !! Tolle Mischung aus Romantik, Drama, Spannung, ein paar Witze. Man weiß nie, was als nächstes passieren wird, da man die Charaktere und Situationen nie richtig einschätzen kann.

Außerdem spielen in diesem Film wirklich sehr gute und überzeugende Schauspieler mit! Robin Williams beweist seine Wandlungsfähigkeit und sein Können - ihm gelingt wirklich alles.

Matt Damon und Ben Affleck haben in diesem Film gezeigt, was sie können und das sie etwas auf dem Kasten haben. Alle geben sich hier sehr große Mühe und können uns, den Zuschauern, das Geschehen sehr gut übermitteln und näher bringen.

Good Will Hunting garantiert einen Filmabend der Superlative und setzt sich im Gedächtnis fest! Jedermann kann sich diesen Leckerbissen ansehen, da Romantik, Spannung, Dramatik, Hoffnung und vieles mehr hier vereint sind.
Super Film - Mangelhafte DVD!
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Wie einige andere Rezensenten auch ärgert mich v.a. dass man diesen Ausnahmefilm im Original nur mit deutschen, nicht ausblendbaren Untertiteln anschauen kann. Das schmälert den Filmgenuß, da man sich des unwillkürlichen Mitlesens nicht immer erwehren kann.

Der Film erhält eigentlich auch von mir die volle Punktzahl, weil er absolut zu meinen Lieblingsfilmen zählt. Da aber die DVD bewertet wird, deren Ausstattung wirklich miserabel ist, gibt es in der Summe leider nur drei Punkte für diesen Artikel.

Die Filmhandlung ist aussergewöhnlich gut inszeniert, die Schauspieler sind überzeugend und die Universitätsatmosphäre von Boston/Cambridge wird realistisch porträtiert. Meines Wissens haben Matt Damon und Ben Affleck auch einen Oskar für das Drehbuch bekommen, wie ich finde zu recht.

Schade, dass einem die Filmbosse hier so den Spaß an wirklich guter Unterhaltung verderben!
Sehr guter Film, mangelhafte Produktinfo, schlechte DVD
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Im Hinblick auf diesen Film weiss ich den anderen Rezensionen nichts hinzuzufügen, allerdings möchte ich an dieser Stelle auf einen erheblichen Nachteil dieser DVD hinweisen: Das Original ist mit *deutschen* Untertiteln versehen, die sich *nicht* ausblenden lassen.

Dies ist in höchstem Maße störend (besonders dann, wenn mensch die Sprache des Originals versteht)!

Ich schaue mir die Originalversion an, da sie für mich eben ganau dies ist: Das Original. Ich stelle den Mindestanspruch an eine DVD, dass sie die Originalversion mit optionalen Untertiteln in der entsprechenden Sprache und meiner eigenen enthält. Weniger als dies ist für mich nicht von Interesse. Rein deutschsprachige Versionen ausländischer Filme sind für mich indiskutabel. Ich muss eine Sprache nicht verstehen, um eine Stimme zu hören. Im Original findet sich meist eine Authentizität im Ein- und Ausdruck, die ich in der Synchronisation vermisse. Die Untertitel bringen mir ggf das notwendige Verständnis für den Text.

Diese Möglichkeit macht für mich den Reiz einer DVD aus.

Für mich gehört in die Produktinformation, neben allen Sprachen etc, auch zwingend ein detaillierter Hinweis über die verfügbaren Untertitel und deren Bedienbarkeit. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf *optional*. Wenn mir dies nicht geboten wird, sehe ich von einem Kauf ab. Und damit handelt es sich für mich um einen sehr wichtigen Hinweis. Es gewinnt niemand an der Unterlassung entsprechender Information, da ich DVDs, welche ich unter falschen Vorraussetzungen erwarb, generell wieder zurückgebe.

Leider sind die Produktinformationen bei amazon diesbezüglich lückenhafter, als es meinem Komfort zuträglich wäre. Schade.

Das der sprachliche Anspruch an DVDs in Deutschland allgemein eher gering ist, liegt wohl weniger an den Anbietern, als an den Abnehmern. Ebenfalls schade.
Matt Damon in seiner besten Rolle!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Nachdem ich Mr. Ripley (Der talentierte Mr. Ripley) gesehen habe, konnte ich Matt Damon irgendwie nicht mehr leiden. Leider hatte er die Rolle des Bösen bekommen, vielleicht lag es gerade daran. Zuerst wollte ich mir Good Will Hunting nicht ansehen, aber ich habe mich doch noch dazu überreden lassen. Gott sei Dank, denn der Film ist großartig und aus meiner Sicht ist das die beste Rolle, die Matt Damon bis dato jemals gespielt hat. Es war zu keinem Zeitpunkt irgendwie überzogen und es kommt ja nicht selten vor, dass Genies unter uns weilen, von denen man es aufgrund ihres Berufes gar nicht erwartet. Mich hat das sehr beeindruckt. In dem besagten Institut/Uni sollten Studenten eine komplizierte Matheformel lösen, die bis dato noch nicht einmal die intelligentesten Mathematiker lösen konnten, auch nicht der Matheprofessor dieses Institutes. Matt Damon war bei der Putzkolonne beschäftigt und lief an mehreren Abenden an dieser Matheaufgabe vorbei, die im Gang dieses Institutes ausgestellt war. Es war sogar eine Belohnung ausgesetzt. Eines Abends löst er einfach diese Aufgabe; dabei wird er von einem Professor beobachtet, der sich sofort seiner annimmt. Matt Damon ist aber durch seine Kindheit "geschädigt" und kein leichter Mensch, wenn man das so sagen will. Und es wird eine harte Nuss für den Professor, mit Damon zusammenzuarbeiten. Damons 'Problem' ist nämlich, dass er sich eigentlich schon vor langer Zeit aufgegeben hat und lieber mit seinen Bauarbeiterfreunden auf dem Bau arbeiten will, anstatt sein Genie zu nutzen. Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht, außer dass dieser Film Gefühle in einem weckt, die unvorstellbar sind. Man wird gefühlsmäßig ständig hin und her gerissen. Für mich ist dieser Film einer der besten Filme, die ich jemals gesehen habe. Und dafür gibt es von mir eindeutig 5 Sterne!
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Produkt-Bild: Forrester - Gefunden!

Forrester - Gefunden!
mit Sir Sean Connery, Rob Brown, F. Murray Abraham, Regie: Gus Van Sant

DVD von Sony
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 6,97

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Sept. 2001
Zoom ± Produkt-Bild: Forrester - Gefunden!
  • FSK 12

Aus der Amazon.de-Redaktion


Forrester - Gefunden hätte eine seichte Variante von Karate Kid werden können, die sich darin sonnt, als Hauptcharakter einen 16jährigen schwarzen Jungen aus der South Bronx zu haben, der ein brillanter Athlet ist. Stattdessen nimmt Regisseur Gus Van Sant (Psycho) die Sache völlig ernst und geht realistisch an sie heran. So besetzte er die Hauptrolle mit einem Laien (Rob Brown). Dieser spielt Jamal, den Basketballspieler und begabten Schüler, dessen Talent zum Schreiben von einem berühmten, zurückgezogen lebenden Autor gefördert wird. William Forrester (Sean Connery, Jagd auf Roter Oktober) wurde vier Jahrzehnte zuvor mit einem Roman, der den Pulitzerpreis gewann, zu einer literarischen Ikone. Dann verschwand er (wie Fänger im Roggen-Autor J.D. Salinger) und lebt nun in seinem von Büchern überquellenden Apartment, mit Angst vor der Außenwelt und ohne etwas zu veröffentlichen, doch immer noch voller Leidenschaft für das Schreiben. Aus einer Mutprobe heraus schleicht Jamal sich in Forresters muffigen Zufluchtsort und was nun zu einem geruhsamen Klischee hätte werden können -- Ghettokid wird vom weisen, weißen Übervater gerettet -- wandelt sich zu einem geistvollen Treffen der Gedankenwelten, mit gegenseitigem Respekt und der Intelligenz, die die Grenzen zwischen Generationen und Kulturen niederreißt. Vergleiche zu Gus Van Sants Good Will Hunting sind unvermeidbar, doch Forrester - Gefunden) ist ehrlicher und weniger anfällig für rührselige Gefühlsduselei -- etwa in der Art, wie Jamal und eine Klassenkameradin auf der Privatschule (Anna Paquin, X-Men) einen gegenseitige Anziehung entwickeln, die nahezu völlig unausgesprochen bleibt. Der Film nimmt eine konventionelle Wendung, als Jamal seine Redlichkeit (mit Forresters Hilfe) in einem Schreibwettbewerb unter Beweis stellen muss, der von einem skeptischen Lehrer (F. Murray Abraham, Der Name der Rose) beurteilt wird. Doch dieser ethische Handlungsstrang ist ein glaubwürdiger Auslöser für Forresters höchst dramatischen Beweis der Freundschaft. Dies ist einer der vielen hervorragenden Momente für Connery und das Naturtalent Brown, die dieser erinnerungswürdige Film bietet, welcher sich über das Thema der Rassen hinwegsetzt, um die Freuden des Lernens zu feiern. --Jeff Shannon

Produktbeschreibung


Sony Pictures Forrester - Gefunden!, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 07.09.01
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5 Kundenrezensionen:

Wundervoll!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Obwohl ich noch nicht allzu viele Filme mit Sean Connery gesehen habe und James Bond überhaupt nicht mag, hat mich doch dieser Film sehr beeindruckt. Er ist spannend, lässt im Hintergrund den Alltag einer Durchschnittsfamilie in den USA hervorscheinen, zeigt die Eigenarten eines Eigenbrötlers und die Kraft der Kunst, Menschen einander näher zu bringen. Beide Hauptcharaktere haben noch etwas zu lernen. Der Schluss ist beeindruckend. Eine Freundschaft zweier Menschen unterschiedlichen Alters ist etwas Wertvolles und durchaus für beide Seiten Lehrreiches. Jeder profitiert. Wunderbar realisiert!
Ein Juwel!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich habe den Film vor einiger Zeit durch Zufall das erste mal im Fernsehen gesehen und war sofort fasziniert!!!!!!
Ich habe im Anschluss keine Minute gezögert und habe mir die DVD besorgt.
In meinen Augen liefern die Hauptdarsteller eine meisterhafte Vorstellung ab, insbesondere F. Murray Abraham, als "Fießling" spielt sensationell!
Ich kann nur jedem raten, sich einmal im Leben diesen Film anzuschauen!!!!!
Diese Film ist von der ersten bis zur letzten Minute ein in sich stimmiges Meisterwerk und darf, in meinen Augen, erst recht in keiner DVD Sammlung fehlen!!!!!
die Lehrer als Rgulatoren von Genies
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein afroamerikanischer Junge, spielt Basketball in der Bronx, die Gang spekuliert wer in einer von außen mystischen Wohnung leben könnte. Der Knabe zieht die Karte mal nachzusehen. Hierbei vergisst er seinen Rucksack, da er bei seinem nächtlichen Besuch vom Bewohner überrascht wird. Hier wohnt der große Literat Forrester. Forrester hat in der Nacht natürlich die Hefte in denen unser Afroamerikaner seine ersten literarischen Ergüsse niederschrieb gelesen und korrigiert. Der Anfang einer besonderen Freundschaft. Die Begabung des Jungens ermöglichen es ihm an einer der Eliteschule ohne Kostenbeitrag aufgenommen zu werden. Hier hat er als armer Afroamerikaner - der Außenseiter mit viel Herz und Stolz - eine Außenseiter Rolle. Dies sowohl im sportlichen als auch im literarischen Sinne. Sein Wissen und sein Gefühl für Gerechtigkeit bringen im rasch in die Situation eines Zweikampfes mit seinem Literaturprofessor. Zwischenzeitlich wird er von Forrester trainiert und er beginnt seinen eigenen literarischen Weg zu finden und zu gehen. In der Schule wächst die Anzahl seiner Freunde und beim Basketball will keinen mehr auf ihn verzichten.

Seine hohen Ideale lassen Forrester nach zig Jahren plötzlich wieder erscheinen und ein Stück an der Highschool vortragen.

Forrester ist dem Jungen dankbar, den dieser hat im wieder gezeigt das es das Leben immer noch gibt.

Ein mehr als sehenswerter Film.
Der schwere Weg der Hochbegabten in einer Welt der Gebildeten".
Forrester gefunden, Freude erlebt!!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten

Ein guter Film braucht eine gute Geschichte, ein passendes Drehbuch und natürlich gute Schauspieler.

Dieser Film halt von allem die Extraklasse.

Einer von wircklich wenigen Filmen, den ich mehrfach im Kino gesehen habe.

Ein brillianter Sean Connery (als william Forrester), ein ebenfalls brillianter Neueinsteiger Rob Braun (als Jamal Wallace); hat leider in seinen Folgefilmen nicht mehr so erfolgreich gespielt.

Auch Murray Abraham spielt gut. Man hasst ihn ab der ersten Szene, in der er auftacht. Und gerade dies dürfte seitens des Regisseurs Gus Van Sand beabsichtigt sein.
Nicht zu vergessen ist auch Anna Paquin, die ihre Rolle sehr reizend spielt.
Zu den Bestzungen muss man die Verantwortlichen beglückwünschen.

Der "springende" Punkt ist Freundschaft, die absolute Freundschaft.
Eine Freunschaft, die so intensive sein kann, wie die Beziehung zur eigenen Familie.

Besonders schöne, gewitzte Dialoge hat der Film übrigens auch.

Die Extras sind sehenswert; mit tollen Hintergrund infos und tollen Interviews. Z.B. über die Entdeckung von Jamal.

Seht euch diesen Film an und... nichts.
Einfach Sein!
Grandioser Film mit emotionaler Tiefe
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Jeder, der von Filmen wie "Der Club der toten Dichter" und vor allem "Good Will Hunting" begeistert war, der sollte keinen Augenblick zögern sich auch diesen Film zuzulegen, der eben dieses Genre bedient - bei dem jedoch nichts aufgesetzt wirkt, nichts unrealistisch oder übertrieben pathetisch daherkommt.

Jamal, ein junges "Schreibtalent", findet in William Forrester, einem desillusionierten, entsozialisierten Pulitzer-Preisträger und Literatur-Genie, einen Mentor, der ihm hilft sich literarisch und persönlich zu finden, wohingegen Forrester sich durch die Hilfe Jamals der Gesellschaft wieder annähert und lernt, das Vergangene hinter sich zu lassen und in der Gegenwart, im Hier und Jetzt, zu leben.

Der Film brilliert vor allem durch die Schlichtheit und Ruhe seiner Erzählweise sowie die Glaubwürdigkeit seiner Handlung.
Viele der angeblich intelligenten, tiefsinnigen Filme wirken einfach nur lächerlich, da man ihnen eben genau das anmerkt, dass sie intelligent sein wollen bzw. dass sie mit dieser Intention gedreht wurden. Regisseur, Drehbuch und den Darstellern - allen voran natürlich Sean Connery und Rob Brown - ist es zu verdanken, dass "Forrester - Gefunden!" genau die entgegengesetzte Richtung einschlägt und ungewöhnlich glaubwürdig daherkommt. Gus Van Sant liefert hier nach "Good Will Hunting" erneut ein Meisterwerk, das sich von besagtem Film allerdings trotz ähnlicher Thematik durchaus unterscheidet. Denn war "Good Will Hunting" mehr idealistisch, denn realistisch, so ist "Forrester - Gefunden!" zwar weniger spektakulär und ruhiger, allerdings umso realistischer.
Eine Geschichte über Respekt und Freunschaft, über Vertrauen und Loyalität wird in diesem Film erzählt, der durch seine emotionale Tiefe und Schlichtheit aus der Masse der Hollywood-Produktionen heraussticht - und sich eben deshalb zur erlesenen Schar meiner Lieblingsfilme zählen darf.
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Produkt-Bild: My Private Idaho (Special Edition, 2 DVDs)

My Private Idaho (Special Edition, 2 DVDs)
mit River Phoenix, Keanu Reeves, William Richert, Regie: Gus Van Sant

DVD von Warner Home
Preis bei Amazon: EUR 14,95, Angebote ab EUR 10,76

Erscheinungsdatum: Dezember 2007
Zoom ± Produkt-Bild: My Private Idaho (Special Edition, 2 DVDs)
  • FSK 16

Produktbeschreibung


Warner Home My Private Idaho (2 DVDs), USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 07.12.07
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Produkt-Bild: Paris je t'aime

Paris je t'aime
mit Juliette Binoche, Steve Buscemi, Willem Dafoe, Regie: Joel Coen, Ethan Coen, Tom Tykwer, Sylvain Chomet, Alfonso Cuarón

DVD von Universum
Preis bei Amazon: EUR 35,85, Angebote ab EUR 32,99

3,5 von 5 Punkten
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Juni 2007
Zoom ± Produkt-Bild: Paris je t'aime
  • FSK 6

Produktbeschreibung


Universum Film Paris je tïaime, USK/FSK: 6+ VÃ-Datum: 25.06.07
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5 Kundenrezensionen:

PARIS je t'aime
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich dachte zuerst, dass 5-8 Minuten Filme keine Stimmung aufbauen könnten, jedoch begriff ich schnell, dass dies ein Fehlschluss war. Jede Geschichte ist einzigartig, manche wie aus dem Leben gegriffen, andere surreal und innovativ; herzzerreißend, komisch und wunderschön. Viele Geschichten zeigen noch nie gesehenes und gerade das macht sie so spannend. Es ist zusätzlich eine gute Gelegenheit viele neue Schauspieler und Regisseure zu entdecken.
Lobenswert ist auch die Kamera, die in fast allen Filmen tolle und stimmige Bilder einfängt. Auch behandlen die Filme zentrale Themen, wie Diskriminierung, Rassimus und Klassenunterschiede - denn auch das ist Paris.
Und zu dem Vorwurf, dass dieser Film und ganz und gar nicht "parisisch" oder "französisch" sei, sollte man daran denken, dass nicht nur die Location, sondern auch die Philosophie Paris zeichnet, dieses spezielle etwas, dass man in anderen ausländischen Filmen nicht findet. (Und außerdem ist Paris ja "die Stadt der Liebe" und dass sich so ziemlich jede Geschichte um die Liebe dreht kann kaum bestritten werden) In allen facettenreichen Geschichten ist ein Hauch von Frankreich (Paris), auch wenn die gesamte Geschichte sich nicht darum dreht. Es wäre auf die Dauer langweilig, wenn wirklich jeder Regisseur aus der Sicht eines Touristen gedreht hätte.

Man darf Kunst nicht so verkrampft sehen und diese Geschichten sofort herabstufen nur weil sie, ihrer Meinung nach, nichts mit Paris zu tun hat.
Viele nicht überzeugende Kurzgeschichten - Schöne Bilder von Paris!
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Leider war ich sehr enttäuscht von Paris je t'aime. Ich liebe Filme wie "Die fabelhafte Welt der Amélie", etc. doch in diesem Film / in diesen Filmen konnte ich nichts spezielles erkennen. Das einzige was wirklich schön im Film ist, sind die schönen Bilder die von Paris selbst zu sehen sind. Dies ist wirklich immer wieder ein Hingucker. Leider sind die einzelnen Filme teilweise so kurz und ohne Handlung, das ich den Film bereits in der Hälfte abbrechen musste. Schade, ich hatte mir bei den sehr namhaften Schauspielern und Regieseuren viel mehr erhofft.
Was man auch immer über diesen Film sagen mag...
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
... mit Paris haben - grosszügig gesehen - gerade drei bis vier der 18 Filmschnipsel etwas zu tun. Der Rest könnte genausogut in Hongkong, Pinneberg oder Lima spielen. Nicht einmal als Kulisse wird die Stadt wirklich genutzt und die Zwischenschnitte, die die einzelnen Episoden voneinander abgrenzen, sind, bei aller postkartenmässigen Beliebigkeit, noch pariserischer, als was hier von den vermeintlichen Big Names abgeliefert wird.

Man könnte ganz einfach behaupten, dass es nicht möglich ist, in kaum mehr als fünf Minuten, eine gute Geschichte zu erzählen, die auch noch die Stadt in den Mittelpunkt rückt. Und falsch wäre dies sicherlich nicht. Die einzigen Ausnahmen hiervon - wenn auch mit Einschränkungen - bilden die Episoden von Tom Tykwer und Wes Craven, die beide wirklich eine Geschichte mit Anfang und Ende erzählen. Im Fall von Wes Craven, sogar mit Pariser Flair. Darüber hinaus ist die Episode mit Nick Nolte wirklich witzig und überraschend. Auch, wenn man sich fragen könnte, warum ein so grossartiger Schauspieler engagiert wird und dann fünf Minuten lang im Dunkeln herumläuft und konstant aus fünf bis zehn Metern Entfernung aufgenommen wird. (Erkannt habe ich ihn, ehrlich gesagt, nur an der Stimme!)
Eine besonders unangenehme Auffälligkeit erreichen zwei weitere Episoden dieses Schnipseljagd, wegen vollkommen überflüssigem Star-Aufgebot. Wer schon immer mal sehen wollte, wie man sinnlos Zelluloid verschwenden kann, ohne auch nur das Geringste zu sagen zu haben, dafür aber Akteure wie Ben Gazzara, Fanny Ardant, Bob Hoskins und - den auch noch als "Filmemacher" firmierenden - Gérard Dépardieu auffährt, dürfte hier genau richtig sein.

Was alle anderen Beteiligten an diesem Film abliefern, rangiert zumeist zwischen peinlich und uninteressant. Die Episode mit Steve Buscemi spielt zwar in der Metro, hat aber mit Pariser Verhältnissen nun gar nichts zu tun und würde so eher in Berlin oder New York passieren. Juliette Binoche liefert mal wieder eine völlig verquaste, katholifizierte Leidensgeschichte, wie schon in Breaking and Entering. Die Vampyrgeschichte hätte jeder Filmstudent inspirierter gedreht und wer jetzt vermutet, dass es hier Anklänge an Louis Feuillade oder Belphégor gäbe, sieht sich getäuscht.
Von den restlichen Episoden braucht man gar nicht erst zu reden. Ich fand es erschreckend, welche schiere Masse an Talenten (?) hier vergeudet (?) wurde. Woraus man allerdings folgern könnte, dass das beliebte Motto, "Viel hilft viel", hiermit seine ungewollte und drastische Widerlegung erfährt.

Wer sich - so wie ich - einen schönen und ungewöhnlichen Film mit und über Paris erhofft, sei hier (leider) nachhaltig gewarnt.
Enttäuschend
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Ich musste den Film nach der Hälfte ausmachen. Die Geschichten sind zum Teil so unglaublich kurz und haben manchmal nur eine angedeutete Handlung, dass es nach ein paar Episoden einfach nur noch ermüdend ist. Ich hatte mir in gewisser Weise ausgearbeitete Geschichten vorgestellt, aber das sind eigentlich nur Geschichten Fragmente. Das reicht mir nicht für einen Film. Ich mag durchaus gute Kurzfilme, aber sie müssen inhaltlich etwas zu sagen haben. Statt 18 Filmschnipselchen hätte man sich vielleicht besser auf die Hälfte konzentrieren sollen. Hier helfen auch die ganzen guten Namen nichts. Zum Teil wunderschöne Bilder in einem sinnlosen Film. Schade, denn die Idee an sich ist nicht schlecht. Gerade in einer Stadt wie Paris...
Paris mal anders
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Ich mag diesen Film sehr, er zeigt eine andere Seite von Paris und viele neue Perspektiven über meine Lieblingsstadt. Gerade weil die Kurzgeschichten so unterschiedlich sind, sowohl im Inhalt als auch der Darstellung (mal komisch, mal traurig, mal surreal, mal überzogen), ergibt sich ein einzigartiges Spektrum, ein Wirbel an Emotionen. Besonders gut fand ich die Geschichte über die amerikanische Touristin. Je länger man über die einzelnen Storys nachdenkt, desto sinniger werden sie. Toller Film!
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Elephant

Elephant
mit Alex Frost, Eric Deulen, John Robinson, Regie: Gus Van Sant

DVD von ARTHAUS
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 5,49

3,5 von 5 Punkten
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2007
Zoom ± Produkt-Bild: Elephant
  • FSK 12

Produktbeschreibung


Elephant - Arthaus Collection DV
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Wie man es sich sehr, sehr einfach macht:
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Der Titel des Films bezieht sich offenbar auf die chinesische Parabel der blinden Männer, die ohne es zu wissen einen Elefanten abtasten und alle zu einem unterschiedlichen Ergebnis kommen: Einer meint, er hält einen Baumstamm, der andere, er taste eine Wand ab, der dritte glaubt, ein Seil in der Hand zu halten: Im Bezug zu dem zugrunde liegenden Themas bedeutet dies natürlich, dass es unzählige Methoden gibt, ein Phänomen (wie den Schulamoklauf) zu erklären, die doch alle ins Leere greifen. Elephant macht sich nicht die Mühe, Antworten zu finden - der Fairness halber muss man aber sagen, dass der Film auch keine Fragen stellt.

Der Film zeigt den Tag eines Schulmassakers. Klingt spannend, nicht wahr? Wäre es unter den Händen eines normalen Regisseurs auch, aber Gus van Sant, der uns bereits eine überflüssige Neuverfilmung von Hitchcocks "Psycho" lieferte, sind scheinbar seine eigenen künstlerischen Ambitionen im Hals stecken geblieben.
Schüler laufen lange, endlose Korridore hinab, sagen gelegentlich etwas zu einem Mitschüler, essen in der Cafeteria und in den letzten zwei Minuten kommen die beiden Amokläufer und richten ein Massaker an. So vertropfen 80 Minuten, ohne Katharsis oder Höhepunkt. Der Regisseur mag geahnt haben, dass er mit diesem Ansatz nicht weit kommt, was ihn möglicherweise dazu bewogen hat seinen Film in der Arthaus-Reihe zu veröffentlichen; denn da wir es hier mit einem künstlerischen Film zu tun haben, dürfen Sie sich auch schon auf herzliches Wiedersehen mit all den lustigen Taschenspielertricks einstellen, mit denen Filmemacher (um mit Nietzsche zu sprechen) ihre Gewässer trüben, damit sie tief erscheinen: Keine klare Chronologie, Szenen die sich dreimal wiederholen, jeweils aus einem anderen Blickwinkel gedreht, minutenlange Stillaufnahmen eines sich im Schneckentempo bewölkenden Himmels und natürlich der Klassiker: Keine Dialoge.

Diese Nebelkerzentaktik schliesst die Motive der Amokläufer mit ein, denn wie um sich nach allen Seiten abzusichern, streut der Regisseur immer wieder typische Alibi-Szenen ein, die als Erklärungen für den Gewaltausbruch dienlich sein KÖNNTEN, letzendlich aber nichts beweisen: Es wird angedeutet, dass der Vater eines der Schützen Alkoholiker ist, beide haben eine Faszination für die Nazis, und sind (um auch das letzte Klischee zu erfüllen) verkappte Homosexuelle, die vor ihrem großen Tag gemeinsam in die Dusche steigen und einen schamhaften Kuss austauschen.

Um die Sache auf den Punkt zu bringen: Wenn Sie einen Film über Schulmassaker ansehen,
erwarten Sie dann ein Psychogramm und eine Täterstudie, oder möchten Sie 78 Minuten übertrieben bedrohlich inszenierten Schulalltag präsentiert bekommen, der in einer kurzen Gewaltszene endet, und dann sang- und klanglos in den Abspann übergeht?
Wer immer noch Zweifel hat, soll sich den Klappentext der DVD durchlesen - danach weiss man genauso viel über den Film (und das ihm zugrundeliegende Phänomen) wie durch eine Investition von 80 Minuten Lebenszeit in diesen unausgegorenen, pseudo-künstlerischen Ego-Trip.
macht nachdenklich
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein Meisterwerk, allerdings absolut nichts für Menschen, die Filme nur gut finden, wenn sie irgendeine Art von Klischee bedienen (Liebesfilm, Actionfilm etc.).
Dieser Film lässt sich nicht einordnen höchstens in die Kategorie Drama, aber auch nur bedingt, da es sich eher um einen Dokumentarfilm handelt, welcher den Alltag an einer Schule real zeichnet. Das eigentliche Drama, aber somit auch der Segen an diesem Film ist, dass er denn Zuschauer im Dunkeln lässt, über die Motive, welche nur angeschnitten werden, der beiden Schüler. Man sollte diesen Film öfters ansehen, da sich immer neue Perspektiven ergeben und am besten man schaut ihn mit mehreren Leuten und redet dann über das Thema. Elephant wäre insbesondere sehr geeignet für den Schulunterricht (z.B. Sozialkunde) und würde eine realistische Diskussionsgrundlage bilden, um mit diesem viel zu einseitig - respektive gar nicht behandelten Thema umzugehen.
Ein Film, bei dem man permanent auf das "Ereignis" wartet!
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Der Film zeichnet zunächst anschaulich und interessant den Alltag an einer amerikanischen Highschool aus der Perspektive verschiedener Schülerinnen und Schüler, deren Wege sich untereinander und später mit denen der "Attentäter" kreuzen. Die schleichend ansteigende Spannung erreicht ihren absoluten Höhepunkt, als die beiden Einzelgänger ihren blutigen Rachefeldzug beginnen. Doch wartet man vergeblich darauf, dass nun die durch die vorher beschriebenen Personen gezogenen Fäden zusammenlaufen und aktiv mit dem "Ereignis" verstrickt werden. Das Ende des Filmes ist offen und regt zum Nachdenken und zur Reflexion an. Was geht in den Köpfen der beiden Außenseiter vor? Wer trägt die Schuld daran, dass es zu dem Massaker kommt? Hätte es verhindert werden können? Vielleicht wäre es sinnvoller gewesen, die Diskussion dieser Fragen in den Filminhalt mit einfließen zu lassen. Dann allerdings wäre der dokumentarische Charakter des Filmes mehr oder weniger verloren gegangen.
Toller Film mit einem etwas schlechterem Ende.
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Man bekommt von den einzelnen Schüler, die näher vorgestellt werden mit,
wie bei Ihnen ein Schultag abläuft. Dabei bekommt man eben nicht alle
Probleme mit, die Sie haben. Es werden die jetzigen Probleme, Freuden,
etc. gezeigt. Es sind solche, die man auch selber haben könnte bzw. hat.
Es wirkt somit viel menschlicher, wodurch man meinen könnte, dass man
keinen Film sondern eine Dokumentation anschaut. Die Schauspieler
wirken nicht einmal gekünstelt.
Was mir gut gefällt ist, dass fast jede Person im Zusammenhang
mit einer anderen steht. Sie bemerken sich "wahrscheinlich" nicht, aber
sind dennoch aneinander vorbeigelaufen. Da ist das Mädchen, dass Sport
nicht mag und in der Bücherei arbeitet oder der Junge, der gerne Fotos
von anderen macht. Oder die drei Mädchen, die sich Gedanken über Ihr
Gewicht machen und das nächste WC nach dem Mittagessen aufsuchen.
Oder es sind zwei Jungs, die sich Waffen über das Internet bestellen
um Ihre Mitschüler umzubringen.
Wer sich hier aber ein Blutbad erhofft, sollte sich lieber einen
Horrorfilm zulegen. Es kommt natürlich schon vor, aber in dezenter weise.
Es wird vor allem am Anfang des Massaker deutlich, wie gleichgültig es
den zwei Schülern ist, auf was Sie schießen. Sie schrecken vor keinen
Lehrern, Schülern, nicht mal vor sich selber zurück.
Story: 5 Sterne!

Leider hat der Film einfach ein blödes Ende. Manchen finden dies bestimmt
perfekt, aber leider endet es einfach ohne zu wissen, was passiert noch...
Sonst kann ich den Film jedem empfehlen, der einmal etwas "echtes" sehen
möchte.
Drama ohne Dramatik
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Ich muss sagen ich bin auf Grunde der guten Kritik mit hohen Erwartungen an den Film gegangen. Ich würde mich schon als Freund des Arthaus Kino bezeichnen der auch mal kompliziertere und ruhiger Filme sieht. Baer hier wurde ich bitter enttäuscht. Im Grunde ist der Film furchtbar langweilig: Sehr ruhig, lange Kamera Fahrten, kaum Schnitte, kaum Dialog. Was mich trotzdem bei der Stange hielt war die Anspannung auf das kommende. (Ähnlich wenn auch nicht so intensiv wie bei Flug 93). Es werden ein menge Personen in einer chronologisch überlappenden Erzählweise eingeführt. Alle samt ganz gewöhnliche Schüler die aber uninteressant und austauschbar bleiben. Die beiden Täter werden erst spät eingeführt. Warum sie Amok laufen bleibt ungeklärt. Die einen mögen dies für einen Geniestreich halten. Für mich einer der größten Kritikpunkte dieses Filmes. Das größte Problehm des Filmes ist das ich zu keinen Zeitpunkt zu irgend einem der Charaktere eine emotionale Bindung aufbauen konnte. Deshalb hat mich wohl auch der Amoklauf ziemlich kalt gelassen. Irgendwelche Schüler haben aus irgendwelchen Gründen auf irgendwelche anderen Schüler geschossen. Für manche ein Meisterwerk, für mich ein Drama ohne Dramatik und ein Film der einfach nicht funktioniert
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Mala Noche

Mala Noche
mit Doug Cooeyate, Sam Downey, Nyla McCarthy, Ray Monge, Robert Lee Pitchlynn, Regie: Gus Van Sant

DVD von Unbekannt
Preis bei Amazon: EUR 17,95, Angebote ab EUR 13,46

Erscheinungsdatum: Oktober 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Mala Noche
  • FSK 12

Produktbeschreibung


Al!ve mala noche (von Gus van Sant), USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 17.10.08
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften


Produkt-Bild: Last Days

Last Days

DVD von PIERROT LE FOU
Preis bei Amazon: EUR 20,99, Angebote ab EUR 14,98

3 von 5 Punkten
3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 2007
Zoom ± Produkt-Bild: Last Days
  • FSK 12

Produktbeschreibung


Pierrot Le Fou Last Days, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 11.05.07
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5 Kundenrezensionen:

langweilig ..
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
ich habe mich selten so gelangweilt .. die schauspieler konnten mich nicht überzeugen und die "handlung" ist einfach nur zum einschlafen. das einzig sehenswürdige an diesem film ist dieses wunderschöne haus .. ansonsten .. ich bin für vieles offen und kritisiere selten filme, aber last days ist einfach nur zum gähnen und für mich ein absoluter fehlgriff.
Was soll das?
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Dieser Film ist mal wieder ein Beispiel welches typisch ist für den Regisseur Gus Van Sant, der sowohl mit dem überflüssigem Remake zu PSYCHO als auch dem absolut oberflächlichen ELEPHANT (Columbine High School Massacre)ziemliche Planlosigkeit offenbarte. Nun kommt er daher mit einer Schein-Szenerie über Kurt Cobain (im Film: Blake), die zwar optisch einigermaßen glaubwürdig ist, aber ansonsten sowas von schwach ist, dass es weder als Nirvana-Fan noch als Film-Fan auszuhalten ist.
Man nehme nur mal die Tatsache dass Blake alias Cobain im ganzen Film nicht einen Satz von sich gibt. Selbst Schwarzenegger in Terminator 1 redet mehr.....

Dazu kommt, dass die Personen im Umfeld weder was mit den realen Personen zu tun haben, noch irgendwas mit Musik.

Im ganzen Film kommt ein halber Song vor (nicht von NIRVANA) und das ganze endet in einer sowas von lächerlichen Selbstmordszene, dass einem das im Anschluss an den Abspann eingeblendete "Im Memory Kurt Cobain" wirklich im Hals stecken bleibt, DENN bis zu diesem Zeitpunkt umgeht der Regisseur zumindest offiziell die Aussage, dass Blake = Cobain ist.

Man käme auch nicht darauf würde man den Film so im TV sehen....

Am Ende bleibt ein Film, der als Film in keinster Form auch nur ansatzweise eine Story bietet und als Teilbiographie der letzten Tage Cobains erst recht nicht funktioniert. Herr Van Sant...setzen sechs.
Ein Meisterwerk - Eine Verbeugung vor Kurt Cobain
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Sicherlich, sollte jemand der einen spektakulären Hollywood-Streifen über das Ableben und die letzten Tage von Kurt Cobain sehen möchte, sich doch andersweitig umgucken. Hier liefert einer der größten Regisseure des 21. Jahrhunderts, Gus van Sant, seine Hommage an Kurt Cobain ab. Dieser Film ist Kunst, daher für die meisten Menschen auch schwer zugänglich, denn der Film zeigt auf verschiedenen Ebenen einen einsamen, zutiefst traurigen Menschen - Blake. Blake ist nicht Kurt und Kurt ist nicht Blake. Blake ist lediglich eine Anlehnung and Kurt. Man erkennt es optisch, die Kleidung, die Haare. Dies ist bewußt so gewählt, denn niemand weiß wirklich wie es im inneren von Kurt Cobain ausgesehen hat. Er hatte es zu lebzeiten stets betont, wie es ihn anwiedert, dass alle Welt versuche ihn zu analysieren, ihm irgendwelche Traumata anzudichten und wer weiß was sonst noch alles. Dieser Film versucht dies nicht. Er erklärt nichts, klärt nichts auf, will nirgends hin. Last Days fühlt sich an wie die Stille nach einem Konzert, wie der Kater an einem Sonntagmorgen. Man ahnt welches lautes Leben Blake geführt hat, man könnte es als die Ruhe vor dem Sturm bezeichnen.

Gus van Sant führt uns durch die letzten Tage in langen Kamerafahrten und sich teilweise wiederholenen Szenen. Keine schnellen Schnitte, keine aufwendigen Musikarrangements. Jede Szene wirkt wie ein kleiner Kurzfilm und jede Musik ist sorgfältig ausgewählt und akribisch eingesetzt. Blake flieht in seine eigene Welt, er versucht den Menschen in seiner Umgebung aus dem Weg zu gehen, versucht unsichtbar zu sein. Die Kamera beobachtet ihn dabei, er wird wie ein Gespent verfolgt - durch den Wald, durch sein Haus und eben seine letzten Tage. Er spricht nicht, und wenn dann nur wenig und das auch nicht verständlich. Das einzige mal wo er wirklich seine Stimme erhebt, ist als er sein Instrument in die Hand nimmt und singt: "it's a long lonely journey from death to birth". Blake war schon tot, bevor er es wirklich, also rein biologisch war.

Es findet kein Gespräch statt, es scheint sinnlos, sie scheitern an ihrer belanglosigkeit. Einzig die Vertreterin seiner Plattenfirma (gespielt von Kim Gordon: Sonic Youth) tritt in einen ernsthaften Dialog mit Blake, der aber genauso schnell wieder schwindet. "You're living a rock'n roll klischee" Der Film endet genauso wie er angefangen hat: still.

Ich möchte hier betonen, dass es sich um einen Film handelt, der meiner Meinung nach, das erste und bis jetzt einzige Mal wirklich eine Verbeugung vor Kurt Cobain darstellt. Seit seinem Tod 1994 wird seine Person, sein Tod und sein angeblicher Mord, in den Medien derart ausgeschlachtet, dass mir schlecht wird. Kurt Cobain hat mehr Respekt verdient und Gus van Sant zollt ihm solchen und deswegen 5 Sterne...
Hat mit Cobain soviel zu tun wie Nirvana mit Pearl Jam
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Sicherlich lassen sich einige Prallelen zu Cobain oder Nirvana ziehen. Allerdings ist Last Days nur eine Interpretation aus der Sicht eines Autors der sicherlich nicht "letzten Tage" von Kurt Cobain nachvollziehen konnte. Woher auch? Nach zahlreichen Dokumentation und Spekulationen über das Ableben von Kurt Cobain kommt man mit diesem Film letztendlich keinen Schritt weiter was den Wahrheits- oder Informationsgehalt angeht. Abgesehen mal davon ist der Hauptdarsteller Michael Pitt eine absolute Fehlbesetzung - jedenfalls wenn der Film in einem Zusammenhang mit Nirvana gebracht werden soll. Bis auf die blondierten Haare ist absolut keine Ähnlichkeit vorhanden. Da hätte man besser einen jungen Brad Pitt oder Axel Rose (welch'Ironie) nehmen können. Den Film kann man gucken, aber man sollte nicht zuviel erwarten. Nochmals anschauen würde ich ihn mir nicht.
GENIAL!!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
dieser Film ist ein Meisterwerk! er ist das Alpha und Omega des guten Filmgeschmacks... er hat Tiefgang und ist wirklich sein geld wert!!!!
ich habe viel gelacht und viel geweint...
absoluter Pflichtkauf für alle Kurt Cobain fans!!!
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Produkt-Bild: Drugstore Cowboy

Drugstore Cowboy
mit Matt Dillon, Kelly Lynch, James LeGros, Regie: Gus Van Sant

DVD von FOX
Preis bei Amazon: EUR 9,99, Angebote ab EUR 0,49

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2002
Zoom ± Produkt-Bild: Drugstore Cowboy
  • FSK 12

Aus der Amazon.de-Redaktion


Drugstore Cowboy war der Durchbruch und ein Riesenerfolg für viele, die an seiner Entstehung beteiligt waren. Vor allem Gus Van Sant erlangte als Regisseur auf Anhieb Berühmheit und Anerkennung und gewann zahlreiche internationale Filmpreise. Zudem gab der Film Matt Dillon die Gelegenheit, seine schauspielerischen Fähigkeiten über die Teenagerrebellen-Schublade hinaus erheblich auszuweiten, mit der er in den 80er-Jahren assoziiert wurde, und bot stärkere Rollen für Kelly Lynch und Heather Graham.
Die groben Umrisse der von James Fogles Roman adaptierten Handlung sind schnell skizziert: Ein Junkie-Vierergespann zieht unter der Führung des eigensinnigen Bob (Dillon) in den frühen 70er-Jahren durch den amerikanischen Nordwesten und begeht eine Reihe von Apotheken-Überfällen. Die feineren Details drehen sich um den Familiensinn, der sich zwischen den Hauptdarstellern entwickelt, und um die Tatsache, dass sie weder als Opfer noch als kriminelle Bösewichte dargestellt werden. Van Sant rutscht gelegentlich ins Surreale und stellt Bobs drogeninduziertes Denken wie eine James-Bond-Titelsequenz dar, zusammen mit einer Insider-Gastrolle von Williams S. Burroughs, der Bob Ratschläge und Versuchungen zuteil werden lässt.
In einfacher Weise betrachtet ist Drugstore Cowboy wenig mehr als ein Roadmovie. Doch auf einer anderen Ebene haben wir es mit einer Moralgeschichte aus dem Leben eines Junkies zu tun, die weit außerhalb des Rahmens des Films relevant ist. --Paul Tonks

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Fox Drugstore Cowboy, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 20.11.02
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3 Kundenrezensionen:

Alles --- aber nicht belanglos
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dieser Film hat alles, was dem aktuellen Kino so sehr fehlt. Wer einfach einmal einen netten, kleinen Film sehen möchte, sollte hiervon die Finger lassen. Geboten wird ein Film mit Tiefgang & Ecken und Kanten. Kein Stoff, der mal so für zwischendurch wirklich geeignet ist. Die Besetzung der einzelnen Charaktere ist perfekt und über Gus van Sant muss man nicht wirklich viel sagen. Hier passt wirklich alles!!!
Absolut Top. Endlich auf DVD!
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Einer der wenigen Filme überhaupt, die den Junkie-Alltag wirklich realistisch wiedergeben. Der Film ist dabei in keiner Weise moralisch. Schauspielerische Glanzleistung von Matt Dillon. Sicherlich sein bester Film-meint er übrigens auch selber. Auch Kelly Lynch und die supersüße Heather Graham sind großartig.
Leider gibt es keine Extras(nur ein Trailer!) auf der DVD. Ton gibts in Deutsch nur in Mono!!! Auch in Englisch nur in Dolby Surround. Wenn man bedenkt, daß der Film von 1989 ist, dann ist das schon sehr schwach. Bild ist gut.
Wegen der schwachen Ausstattung der DVD "nur" 4 Sterne.
Harte Arbeit
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Klasse gespielt - kommt alles glaubwürdig rüber. Mehr als einmal war ich überzeugt, das Herr Dillon mit Drogen vollgepumpt war.
Aber: Irgendwie lässt einem das Wohl und Wehe der Protagonisten kalt. Sich einem die ganze Zeit Leuten zu widmen die sich andauernd mit der chemischen Keule niederknüppeln ist verdammt anstrengend. Vermutlich allerdings sehr nach an der Realität.
Außerdem hat das Indie-Filmchen William S. Bouroughs zu bieten. Der Kerl ist aus der Beat-Literatur nicht wegzudenken und ein Vorreiter in Sachen LSD, Speed und dergleichen gewesen. Seine Bücher berühmt und verfilmt. ("Naked Lunch" - "Junkie" usw.)
Ich fand's aber zu anstrengend. Sich den Film reinzuziehen ist harte Arbeit
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Produkt-Bild: Gerry

Gerry
mit Casey Affleck, Matt Damon, Regie: Gus Van Sant

DVD von ARTHAUS
Preis bei Amazon: EUR 19,99, Angebote ab EUR 8,96

3,5 von 5 Punkten
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Sept. 2005
Zoom ± Produkt-Bild: Gerry

Produktbeschreibung


Zwei Freunde, beide namens Gerry, verlassen den Highway, um einen Abstecher in die wilde Steppe zu machen. Unbekmmert wandern sie durch die karge Natur, um bald darauf festzustellen, dass sie die Orientierung verloren haben. Anfangs noch amsiert erkennen die jungen Mnner schlielich den Ernst ihrer Lage. Hilflos und schweigend irren sie gefangen zwischen Wste und Bergen durch die unbarmherzige Landschaft...
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5 Kundenrezensionen:

Extrem nihilistisches Werk
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Die Zeit hätte man wirklich besser nutzen können.

Schon in den ersten Minuten spürt man, das dies kein gewöhnlicher Film werden wird :
Zwei Menschen fahren in die Wüste um 'ein Ding' zu suchen. Dabei verlaufen sie sich gewaltig. Ende der Story !

Jeder Mensch der etwas gesunden Menschenverstand hätte, wäre nie in eine solche Situation gekommen. Jedoch der fehlende Menschenverstand - das ist das extrem nihilistische in diesem Film - muss man akzeptieren können. Ich konnte es nicht und habe mich, wie einige andere Rezensenten, sehr gelangweilt.
Mir hat nur die Landschaft gefallen und die bekommt den einen Punkt. (1/10)
Ein Film, fad?
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Lassen wir uns überraschen, drei Menschen haben eine Idee, wir machen einen Film, haben ein bisschen Geld übrig und reichen das Drehbuch irgendwo ein um uns den Titel zu schützen, das Drehbuch ist ein Fake. Ja, wir entwickeln unsere Idee weiter, besuchen Drehorte, entwickeln die Story weiter, verwerfen Dinge, kaprizieren uns auf Kleinigkeiten, und irgendwann wird das ganze Realität
Man merkt bei diesem Film, die Übereinstimmung der Akteure (Matt Damon, Casy Afflek) mit dem Regisseur, der Kamera, dem Ton, das Setting ist, minimalistisch und gut, die Darsteller sind als Schreiber des Drehbuchs in die Story eingebunden.
Die Aufnahmen in der Wüste (Argentinien, Nevada) wurden ohne künstliche Beleuchtung ausgeführt und mit einer normalen Filmkamera gedreht, die dabei entstehenden Bildfolgen sind atemberaubend schön und von unvergleichlicher künstlerischer Eloquenz. Viel Handlung gibt es in diesem Film nicht, allerdings entschädigt dafür die Sprache der Kamera und die teilweise sehr obskure Abfolge der Kamerabilder, alles in allem Gus van Sant at his Best
Die Leere der Wüste
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Zwei Menschen verlaufen sich in der Wüste und kommen immer Tiefer in diese hinein als heraus, Sie trennen sich, sie streiten sich, sie gehen an den Rand des Wahnsinns. Die Wüste ist ruhig und nimmt keine Kenntnis von den beiden Eindringlingen.

Fazit: mehr ein Film über die Landschaft der Wüste, über deren Geräusche, den Wind und die Ruhe in Ihr. Die Weitläufigkeit und die Gleichartigkeit der Landschaft. Eine andere Art von Film. Es wär möglich in Meditation zur Landschaft und Ruhe zu verfallen.
Nix Hollywood, nix Kirche, nix Propaganda
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Kunst ist dazu da, dass es jemanden gibt, der sie interpretiert. Wer Wahrheiten sucht, muss in die Kirche gehen. Dieser Film ist Kunst.

Mit ruhigen und klar komponierten Bildern beschreibt er das Wesentliche der menschlichen Existenz: Dass wir weiterkommen. Dass wir überleben müssen, auch wenn wir am Ende doch sterben (zur Beruhigung: indem ich das schreibe, greife ich dem Geschehen keineswegs vor). Das Sinn sich in dem stiftet, was wir zu leisten vermögen. Das Sinn aus dem erwächst, was nur ist. Wir sind.

Natürlich, in diesem Film passiert nicht viel. Abgesehen von all dem, was er dem geneigten Zuschauer an Inspiration, Erkenntnis und Genuss zu vermitteln vermag. Und gleichwohl hat er eine Handlung: Gus van Sant pflegt hier einen strengen Stil, wie jener, den Arvo Pärt kultivierte. Dessen "Für Alina" und "Spiegel im Spiegel" sind das musikalische Pendant zur bildgewaltigen Inszenierung einer existenzbedrohenden Orientierungslosigkeit.

Ja, auf diesen Film muss man sich einlassen. Brutales Psychokino ist das aber keineswegs, auch grausam ist ganz sicher kein Attribut für diesen Film, höchsten für die Erkenntnisse, die er meisterhaft inszeniert.
Hochstilisierter Dunst
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Da bisher entweder pure Langeweile oder aber strikte Lobhudelei zur Begründung einer im gesamten erstaunlich positiven Durchschnittsbewertung herhielten, versuche ich einmal ein drittes Gefühl zu schildern.

Befürworter von "Gerry" heben die offensichtlichen Charakteristiken hervor, die gleichsam die Legitimation des Films bieten: Die handwerklich perfekt auf die Leinwand gebrachte Ästhetik der Leere und Stille, die mit wirklich simplen, aber wirkenden Mitteln erreicht wurde. Das Panorama der Wüste und die zwei zunehmend tonloser werdenden Menschen (Gerede gab es natürlich nie wirklich), die im Grunde Statisten in einer Welt ohne Schnitte sind - das kann schon beklemmend wirken.

Es wird der fragmentarische Charakter hervorgehoben, der es ermöglichen soll, sich ganz in der Monotonie (die ja auch irgendwie ein verzweifelter Rhythmus ist) und den ihr ausgesetzten Figuren einzufinden. Aber was ist ein visuell außerordentlicher Film über Verlassenheit mit Protagonisten, die einfach keine Eigenschaften haben? Man sieht Statisten in einer in langen Einstellungen festgehaltenen Umgebung - aber vom aufnahmefähigen Beobachten erfährt man nichts als das größtmögliche Maß an Unbefriedigung, da selbst die dramatischste Wende mit platten, unausgestalteten Charakteren schlicht nicht funktioniert. Da ist nichts zum einfinden, es sind nur starre Kreaturen, denen man ihre Niederlagen eher gönnt.

Die Wüste und die SlowMo-Wolken als Allegorie des Flüchtigen zum "Stofflichen" bzw. der Verlorenen zur Welt zu sehen halte ich für _arg_ weit hergeholt, aber das ist wohl so bei einem solchen Film:
Manche langweilen sich oder verausgaben sich in unglaublicher Unbefriedigung, andere verfechten diesen grausamen Minimalismus als scharf konturierende Eigenschaften, die sich die Kunst allemal rausnehmen könne, und die am meisten zu beneidenden Leute schweigen, genießen und schlafen vielleicht zu "Gerry" ein, wie sie es sonst nur bei Bob Ross könnten.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: To Die For

To Die For
mit Nicole Kidman, Matt Dillon, Joaquin Phoenix, Regie: Gus Van Sant

DVD von Kinowelt Home Entertainment/DVD
Preis bei Amazon: EUR 9,95

Erscheinungsdatum: Dezember 2008
Zoom ± Produkt-Bild: To Die For